Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Knieproblemen 


Ursachen von Knieproblemen
Das Kniegelenk ist das größte Gelenk der Säugetiere. Anatomisch betrachtet handelt es sich um einen Gelenkkomplex aus 2 einzelnen Gelenken. Damit die verbundenen Knochen nicht direkt aneinander reiben, ist das Kniegelenk mit einem Knorpel ausgekleidet. Menisken und Kreuzbänder unterstützen die Kniestabilität zusätzlich. Die Komplexität des Knies ist notwendig, um die verschiedensten Bewegungsabläufe zu ermöglichen. Gleichzeitig wird das Knie dadurch aber auch anfällig für verschiedenste Probleme.


Knieprobleme durch akute Verletzungen
Insbesondere Sportarten mit schnellen Bewegungs- und Richtungswechseln sind eine große Belastung für das Kniegelenk. Nicht umsonst enden so manche Skitage auf dem OP-Tisch. Stoß- und Drehbewegungen stellen die Kniestabilität auf die Probe. Bei unglücklichen Stürzen können Kreuzbänder und Menisken leicht verletzt werden.


Auch eine Patellaluxation kann Schäden an Knochen oder Knorpeln nach sich ziehen. Schon ein leichter Knorpelschaden kann die Abnutzung der Gelenke massiv vorantreiben, und so zu langfristigen Einschränkungen der Kniefunktion führen. Ist ein Knieschaden vorhanden wird meist eine Physiotherapie verordnet. Es gilt nun die Muskulatur in den Beinen zu trainieren, damit das Gelenk entlastet wird. Spezielle Übungen oder knieschonende Sportarten wir Radfahren oder Schwimmen sollen nun in das Gesundheitstraining eingebaut werden. Für leidenschaftliche Jogger empfiehlt sich eine Laufanalyse! Außerdem sollte nicht bei den Laufschuhen gespart werden, und sie sollen jährlich erneuert werden.



Knieprobleme durch chronische Erkrankungen
Schmerzen im Knie müssen nicht zwangsläufig durch Verletzungen entstehen. Sie können auch auf chronische Erkrankungen oder Autoimmunerkrankungen zurückzuführen sein. Ein Beispiel dafür ist Rheuma. Mediziner bezeichnen damit im engeren Sinne eine Entzündung der inneren Gelenkhaut. Sehr häufig sind die Hüfte und das Knie betroffen. Generell leiden Frauen häufiger an Autoimmunerkrankungen als Männer. Für Patienten mit Rheuma stehen heute Medikamente zur Verfügung. Unterstützend wird oft eine Behandlung mit Ultraschall oder eine Infrarotbehandlung eingesetzt. Wer die Beschwerden durch Heilkräuter lindern will, dem wird Arnika empfohlen. Die häufigste Krankheit, die mit Gelenkschmerzen einher geht ist die Arthrose. Es handelt sich um einen nicht-entzündlichen Prozess der durch den Abbau von Knorpelgewebe gekennzeichnet ist. Wenn der Knorpel fehlt, reiben die Knochen direkt aufeinander, und es kommt zu einer Abnutzung der Gelenke. Eine relativ junge Methode, die gegen Arthrose eingesetzt wird, sind Gelenkinjektionen. Dabei wird beispielsweise Hyaluronsäure in das Kniegelenk impliziert, welches als Stoßdämpfer wirkt. Die Gelenkinjektionen ersetzen sozusagen den abgebauten Knorpel.


Knieprobleme durch Fehlstellungen des Bewegungsapparates
Oft führen auch Dysplasien des Bewegungsapparates zu einer erhöhten Belastung des Knies und damit zu Beschwerden. Ein klassisches Beispiel dafür sind „X-Beine“. Auch eine Fehlstellung der Hüfte kann Knieprobleme nach sich ziehen. Eine effektive Methode der Orthopädie um Fehlstellungen zu behandeln, sind Einlagen. Diese werden oft schon im Kindesalter verordnet. Die Einlagen werden dann auf den Fuß des Patienten abgestimmt und durch das Tragen kann beispielsweise eine Fehlstellung der Hüfte korrigiert werden. Auch die bereits erwähnte Laufanalyse ist ein wichtiges Instrument um Dysplasien zu erkennen und zu korrigieren.


Behandlungsmethoden
Wenn die Orthopädie an ihre Grenzen geht verspricht die Osteopathie oft Besserung. Bei der Osteopathie handelt es sich um eine alternativmedizinische Behandlung, deren einziges Mittel die bloßen Hände des Behandlers sind. Synonym dafür werden die oft die Begriffe „Chiropraktik“ oder „Manuelle Medizin“ gebraucht. Die Akupunktur ist eine weitere Behandlungsalternative bei Knieschmerzen. Nachteile der Akupunktur sind allerdings die Schmerzen während der Behandlung und die statistisch unbelegte Wirkung. Die Therapie mit Ultraschall setzt ebenfalls auf die Aktivierung der Selbstheilungskräfte.
Unumstritten sind allerdings die Wirkung der Heilkräuter und die Behandlung im Rahmen einer Physiotherapie. Letztere wird vermehrt auch durch eine Behandlung mit Strom ergänzt. Dieser fördert den Muskelaufbau zusätzlich. Der Aufbau von Muskelmasse – unabhängig davon ob durch Gesundheitstraining oder durch eine unterstützende Behandlung mit Strom – ist unumgänglich um eine eingeschränkte Kniefunktion zu kompensieren. Treten dennoch vereinzelt Schmerzen auf wirkt die Wärme der Infrarotbehandlung wohltuend.